Ein Blick hinter die Fassade von Janniks Karriereweg bei ZÜBLIN.
Was hat dich an der Baubranche begeistert?
Bauwerke gestalten unseren Lebensraum aktiv mit und sind im ständigen Wandel. Im Gegensatz zu abstrakten Codezeilen entstehen hier Werke, die das Stadtbild noch über Jahrzehnte oder Jahrhunderte prägen.
Warum hast du dich für eine Karriere bei ZÜBLIN entschieden?
Mein vorheriges Praktikum bei ZÜBLIN hat einen sehr positiven Eindruck bezüglich Organisation und Kommunikation bei mir hinterlassen. Ich wollte etwas bewegen und an herausfordernden, architektonisch besonderen Projekten mitarbeiten. Auch die Internationalität und Ausstrahlungskraft von ZÜBLIN haben mich schon immer beeindruckt.
Welche Stationen hast du durchlaufen?
Angefangen hat alles mit einem Praktikum in Berlin. Das war mein Einstieg in die Praxis, bei dem ich die Bauleitung beim Projekt Studio-B Quartier Alexanderplatz unterstützen durfte. Dann war ich als technischer Trainee in Stuttgart. In der Zeit habe ich zu meiner Vertiefung in der Fassadentechnik in der Zentralen Technik gefunden und hatte vielseitige Praxis-Einsätze auf Baustellen in Stuttgart, Ingolstadt und Kopenhagen.
Als Projektingenieur im Bereich Fassadentechnik habe ich die Bauleitung vor Ort beim Großprojekt Carlsberg City in Dänemark übernommen. Danach lag mein Fokus auf der technischen Bearbeitung, Building Information Modelling (BIM) sowie Ausschreibung und Vergabe in Hamburg. Seitdem steuere ich als Fachprojektleiter und Bauleiter der Fassadentechnik die Leitung von anspruchsvollen Fassadenprojekten auf der Baustelle – von Projekten in Berlin (B44) und Hamburg (BORX Offices) bis hin zur aktuellen Bauleitung beim Großprojekt Aurubis in Hamburg.
Wobei hat dir dein Praktikum geholfen?
Es gab mir echte Einblicke in die reale Berufswelt und den Baustellenalltag. Mir wurde dabei besonders bewusst, wie sehr sich die Arbeit auf der Baustelle von einem klassischen Bürojob unterscheidet.
Inwiefern hat dich deine Traineezeit in deiner Weiterentwicklung unterstützt?
Sie bot mir kurze, aber tiefe Einblicke in die verschiedenen Arbeitswelten des Konzerns und zeigte mir, wie breit wir eigentlich aufgestellt sind. Zudem konnte ich ein wertvolles Netzwerk knüpfen, das mich bis heute bei komplexen Themen oder speziellen Fragen unterstützt.
Welche Unterstützung hast du bei deiner Reise durch das Unternehmen erfahren?
Welches deiner Projekte hat dich besonders geprägt oder herausgefordert?
Mich hat am meisten das Projekt „Carlsberg Byen“ in Kopenhagen geprägt. Hoher Termindruck, eine technisch anspruchsvolle Fassade und die strengen Auflagen während der Corona-Pandemie machten es herausfordernd. Hinzu kam die Sprachbarriere durch das Dänische und mein damals noch recht geringer Erfahrungsschatz. Das hat mich enorm geprägt.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Mein Tagesgeschäft lebt von der aktiven Kommunikation mit allen Projektbeteiligten: Ich stehe im ständigen Austausch mit Bauleiter:innen, Polier:innen, Vorarbeiter:innen sowie Nachunternehmern und sichere so den täglichen Informationsfluss. Ein wesentlicher Bestandteil meiner Rolle ist die Meeting- und Verhandlungsführung – ob in der Teilnahme oder der eigenständigen Leitung von Besprechungen mit Baustellenteams, Planer:innen und Partnerunternehmen. Meine inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf Logistik, technischen Details, Terminkoordination, LEAN-Abläufen und präzisem Tracking.
Auch regelmäßige Baustellenbegehungen und die Steuerung der Abläufe gehören zu meinen Aufgaben. Ich mache zum Beispiel kurze Baustellenrundgänge zur Statusprüfung, Qualitätssicherung und schnellen Problemlösung vor Ort. Aktiv setze ich dabei auch die Arbeitsschutzstandards und Qualitätsvorgaben auf der Baustelle durch.
Außerdem verantworte ich das Vertrags- und Nachtragsmanagement. Das bedeutet konkret, dass ich Rechnungen, Nachunternehmerverträge sowie die Bearbeitung und Verhandlung von Nachträgen prüfe und freigebe. Zusätzliche Aufgaben sind die Prüfung von Werk- und Montageplanungen sowie die kontinuierliche Überwachung des Bau- und Terminfortschritts. Ich wirke auch bei der Kostenkontrolle, Soll-Ist-Vergleichen und der Arbeitsvorbereitung mit.
Was ist das Besondere an der Arbeit im Bereich Fassadentechnik?
Das Besondere an der Arbeit in der Fassadentechnik ist, dass das Gebaute für alle immer sichtbar bleibt, wodurch man eine besondere Verbindung zur Architektur hat. Mich fasziniert die riesige Produkt- und Variationsvielfalt – dadurch wird es technisch nie langweilig. Zudem findet die Arbeit vorwiegend draußen und nicht nur im Inneren des Gebäudes statt.
Was würdest du jungen Menschen raten, die eine Karriere in der Baubranche anstreben?
Ich würde jungen Menschen raten, früh Praktika zu machen oder als Werkstudent:in in einer Baufirma zu arbeiten, um die Praxis kennenzulernen.
Was bedeutet ‘Work On Progress‘ für dich?
An der Zukunft mitzubauen und niemals stehenzubleiben. Es ist mein persönlicher Ansporn, mich bei Themen wie KI, Digitalisierung und neuen Techniken stetig weiterzubilden. Gleichzeitig sehe ich es als unseren Auftrag, moderne Bauwerke zu realisieren, die unsere Infrastruktur, unser Wohnen und die Wirtschaft stärken – und damit den europäischen sowie globalen Bau-Standard aktiv mitzugestalten.
Danke Jannik für das Interview und die Einblicke in deinen Karriereweg! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Projekten.
Du willst etwas schaffen, das bleibt?
Dann bewirf dich jetzt und gestalte die Zukunft des Bauens mit!
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