Kalkulator am Bodensee: Saikrishna über seine sprachliche, fachliche und technische Weiterentwicklung.

4.5.2026
Saikrishna erzählt, wie er sich als Kalkulator in der Beschaffung bei ZÜBLIN Schritt für Schritt weiterentwickelt hat. Vom Ausbau seiner Sprachskills über die Einarbeitung in komplexe Gewerke bis hin zur eigenständigen Erstellung von Leistungsverzeichnissen: Sein Weg zeigt, wie kontinuierliches Lernen, Teamunterstützung und technische Neugier eine echte Karriere formen können.
Kalkulator Saikrishna an seinem Arbeitsplatz im Büro ZÜBLIN / Saikrishna Gaddam
ZÜBLIN / Saikrishna Gaddam

Hi Saikrishna, erzähl doch mal: Wie bist du zur Beschaffung bei ZÜBLIN gekommen?

Mein Weg in die Beschaffung bei ZÜBLIN begann eigentlich ganz pragmatisch: Ich wollte meine Karriere in Deutschland weiterentwickeln und habe mich auf eine passende Stelle beworben – ohne zu wissen, welcher Bereich am Ende optimal zu mir passen würde. Die Entscheidung fiel dann im Gespräch mit meinem aktuellen Chef und dem Bereichsleiter.

Durch meine Werkstudententätigkeit in Leipzig, in der ich viel mit Mengenermittlung und technischen Grundlagen gearbeitet habe, brachte ich bereits ein gutes Verständnis für Bauteile und Mengenstrukturen mit. Auch wenn ich damals noch ohne spezielle Tools gearbeitet habe, ist die grundlegende Technik dieselbe geblieben. Genau das war ein großer Pluspunkt im Bewerbungsprozess.

Mein aktueller Chef erkannte schnell, dass mein technisches Verständnis und mein strukturierter Umgang mit Zahlen ideal zur Beschaffung passen. Und heute kann ich sagen: Beschaffung ist genau der Bereich, in dem ich mich wirklich zuhause fühle.
Bei meinem Karriereweg war für mich nie entscheidend, in welcher Region ich lande. Für mich zählte vor allem die Chance, mich weiterzuentwickeln und eine gute Einarbeitung zu bekommen. Dass mich dieser Weg an den Bodensee geführt hat, macht mich besonders glücklich.

Wie war dein Onboarding bei ZÜBLIN gestaltet?

Mein Onboarding bei ZÜBLIN war hervorragend organisiert und gleichzeitig sehr menschlich. Vom ersten Tag hatte ich nie das Gefühl, allein dazustehen. Ein zentraler Bestandteil war der Vergabefahrplan, der für jedes Projekt den aktuellen Stand aller Gewerke im Vergabeprozess gibt. Dieser hat mir einen klaren Überblick über alle Zuständigkeiten gegeben.

Saikrishna zusammen mit seinen Teamkolleg:innen bei einem Ausflug ZÜBLIN / Saikrishna Gaddam

Das Team hat mich sowohl technisch als auch im Umgang mit den Tools umfassend unterstützt. Und ich kann ehrlich sagen: Mein Team hat mich mit unglaublich viel Geduld begleitet. Selbst dann, wenn ich Fehler gemacht habe oder eine Erklärung mehrfach gebraucht habe. Diese Unterstützung hat mir enorm geholfen, mich sicher zu fühlen und fachlich schnell zu wachsen.

  • Insgesamt war mein Onboarding eine Kombination aus Struktur, technischer Tiefe und echter Teamunterstützung. Für mich ein Start, der mir gezeigt hat, dass ich bei ZÜBLIN genau am richtigen Platz bin.

    Saikrishna
    Kalkulator

Was fasziniert dich persönlich an der Beschaffung? 

An der Beschaffung fasziniert mich vor allem die Kombination aus technischem Verständnis und wirtschaftlicher Verantwortung. Ich schätze es, dass meine Entscheidungen eine direkte Wirkung auf das Projekt haben. Man ist ständig im Austausch mit Projektsupport/ Planungskoordination, der Bauleitung und vielen anderen Beteiligten. Dadurch versteht man sehr schnell, wie ein Bauprojekt wirklich funktioniert.
Was mich besonders motiviert: In der Beschaffung lernt man unglaublich schnell. Kein Tag ist wie der andere, jedes Gewerk bringt neue Herausforderungen und neue technische Erkenntnisse mit sich. Für jemanden wie mich, der gerne dazulernt und sich weiterentwickelt, ist das ideal.

Welche Eigenschaften braucht man deiner Meinung nach für deinen Job?

Für die Arbeit in der Beschaffung braucht man aus meiner Sicht eine Mischung aus technischem Verständnis, Entscheidungsstärke und echter Lernbereitschaft. Als ich bei ZÜBLIN begonnen habe, waren meine Deutschkenntnisse auf B1-Niveau. Durch die Unterstützung meines Chefs und meines Teams konnte ich mein Deutsch kontinuierlich verbessern. Heute befinde ich mich auf dem C1‑Niveau und lerne weiter, um mich sprachlich immer weiterzuentwickeln.
Diese Entwicklung zeigt mir jeden Tag, wie wertvoll Ausdauer und ein unterstützendes Umfeld sind.

  • Deshalb glaube ich, dass man in der Beschaffung vor allem eines braucht: die Bereitschaft, jeden Tag ein Stück besser zu werden – fachlich, technisch und in meinem Fall auch sprachlich.

    Saikrishna
    Kalkulator
Saikrishna an seinem Arbeitsplatz ZÜBLIN / Saikrishna Gaddam

Was ist für dich der herausforderndste Teil des Beschaffungsprozesses?

Der herausforderndste Teil des Beschaffungsprozesses ist für mich, technische Unklarheiten in den Planunterlagen richtig zu interpretieren. In solchen Momenten entwickele ich gemeinsam mit meinem Team praxisnahe Lösungen, damit wir ein technisch korrektes und wirtschaftlich sinnvolles Leistungsverzeichnis erstellen können.
Eine weitere Herausforderung ist es, die verschiedenen technischen Varianten der Fabrikate zu vergleichen und die beste Lösung für das Projekt herauszufiltern. Jede Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf Kosten, Ausführung und Qualität. Deshalb muss man sehr genau arbeiten und häufig Rücksprache mit der Bauleitung, der Projektleitung und dem Team halten.

  • Trotz dieser Herausforderungen macht genau das meinen Job spannend: technische Probleme lösen, Alternativen entwickeln und Schritt für Schritt den besten Weg für das Projekt finden.

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    Kalkulator

Gab es ein Projekt, bei dem du besonders viel gelernt hast?

Ja, es gab mehrere Projekte – sowohl im Wohnungsbau als auch im Industriebau – bei denen ich besonders viel gelernt habe. Gerade diese Kombination aus unterschiedlichen technischen Anforderungen hat mich stark weitergebracht. In diesen Projekten musste ich viele Details selbst erarbeiten, fehlende Informationen ergänzen und gemeinsam mit der Bauleitung praktikable technische Lösungen entwickeln.
Die Mischung aus anspruchsvollen Gewerken, Plänen und der Notwendigkeit, eigene Skizzen oder technische Varianten auszuarbeiten, hat meine fachliche Entwicklung enorm beschleunigt. Ich habe gelernt, technische Entscheidungen sicher zu treffen, Rückfragen präzise zu formulieren und zusammen mit meinem Team und den Firmen die bestmöglichen Lösungen zu finden.

  • Diese Projekte haben mir gezeigt, wie schnell man wachsen kann, wenn man Herausforderungen annimmt. Das gelingt besonders mit einem Team, das einen mit Geduld und Fachwissen unterstützt.

    Saikrishna
    Kalkulator
Saikrishna am Bearbeiten eines Projektes am Schreibtisch ZÜBLIN / Saikrishna Gaddam

Welche Art von Projekten bearbeitest du am liebsten und warum?

Am liebsten arbeite ich aktuell an Ausbau‑Gewerken, denn dort schreibe ich die meisten meiner Leistungsverzeichnisse. Der Ausbau ist für mich der ideale Einstieg, weil ich hier jeden Tag neue technische Details lerne und die Zusammenhänge zwischen den Gewerken sehr gut verstehen kann.

Gleichzeitig möchte ich mich nicht nur auf den Ausbau beschränken. Wenn es das Projekt und die Zeit erlauben, beschäftige ich mich bereits jetzt mit Rohbau‑Details, um auch in diesem Bereich künftig Leistungsverzeichnisse schreiben zu können. Ich freue mich darauf, meine „Flügel auszubreiten“ und neben dem Ausbau Schritt für Schritt auch im Rohbau Verantwortung zu übernehmen.

Was würdest du anderen Personen raten, die einen ähnlichen Weg wie deinen gehen wollen?
 

  • Ich würde jedem raten, offenzubleiben, geduldig zu sein und den Mut zu haben, Neues zu lernen – vor allem dann, wenn man aus dem Ausland kommt. Am Anfang ist vieles ungewohnt: neue Sprache, neue Arbeitskultur, neue technische Standards. Aber genau darin liegt die größte Chance.

    Saikrishna
    Kalkulator

Mein wichtigster Rat ist: Hab keine Angst vor der Sprache. Meine Entwicklung ist ein gutes Beispiel dafür und auch ich lerne immer weiter. Mit Unterstützung eines guten Teams, einem verständnisvollen Chef und der richtigen Einstellung ist alles möglich.
Außerdem würde ich empfehlen:
Stell viele Fragen. Niemand erwartet Perfektion, aber jeder schätzt Ehrlichkeit und Lernbereitschaft.
Lerne die Technik Schritt für Schritt. Gewerke verstehen braucht Zeit – dafür wächst man jeden Tag.
Nutze jede Chance, Verantwortung zu übernehmen. Auch kleine Aufgaben bringen dich weiter.
Bleib offen für verschiedene Aufgabenbereiche. Ich habe im Ausbau begonnen und arbeite mich jetzt Richtung Rohbau vor. Genau das macht den Weg spannend.

  • Wenn du Motivation mitbringst und bereit bist, jeden Tag ein Stück besser zu werden, wirst du bei ZÜBLIN viele Möglichkeiten finden, dich weiterzuentwickeln. Und vor allem: Du gehst deinen Weg nicht allein – das Team unterstützt dich.

    Saikrishna
    Kalkulator

Danke dir für das Interview und die Einblicke in deine bemerkenswerte Entwicklung. Wir wünschen viel Erfolg weiterhin!