Trainee around the world: Annes Einsatz in Kanada.

30.3.2026
Der Einstieg ins Berufsleben bringt oft viele Fragen mit sich – besonders dann, wenn mehrere Wege möglich erscheinen. Genau hierfür war unser Traineeprogramm bei ZÜBLIN für Anne perfekt: Es hat ihr die Chance geboten, nicht nur unterschiedliche Bereiche des Konzerns intensiv kennenzulernen, sondern auch Auslandserfahrungen zu sammeln und ihre eigenen Stärken zu entdecken. Sie erzählt in diesem Interview, warum das Programm der ideale Start in eine erfolgreiche Karriere war, wie die Zeit in Kanada sie geprägt hat und warum sie ihre Traineezeit nicht missen möchte.
Trainee Anne lachend vor den Niagara-Fällen ZÜBLIN / Anne Maurer
ZÜBLIN / Anne Maurer

Warum hast du dich für das Traineeprogramm bei ZÜBLIN entschieden?

Trotz meiner Praktika und Werkstudententätigkeiten war ich mir nicht zu 100 Prozent sicher, ob die Bauleitung der richtige Weg für mich ist. Was für mich jedoch von Anfang an feststand, war meine Begeisterung für den Spezialtiefbau. Das Traineeprogramm war deshalb für mich der perfekte Einstieg in den Konzern. Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen kennenzulernen, Prozesse zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. So konnte ich nicht nur wertvolle Einblicke gewinnen, sondern auch meine berufliche Entscheidung weiter festigen.

Wie lief dein Traineeprogramm ab?

Während des 15-monatigen Traineeprogramms durfte ich sieben Stationen an drei verschiedenen Standorten in Deutschland durchlaufen und zum Abschluss internationale Erfahrung auf einer unserer Auslandsbaustellen sammeln. Die Auswahl der Stationen erfolgte in enger Abstimmung, sodass das Programm optimal auf meine Interessen zugeschnitten war. Gestartet bin ich in der Arbeitsvorbereitung in Stuttgart, wo ich unter anderem Terminpläne sowie Baustelleneinrichtungspläne erstellt habe. Anschließend wechselte ich in unsere Abteilung für Bau- und Maschinentechnik. Darauf folgten zwei Monate im Technischen Büro in Düsseldorf sowie ein weiterer Monat in der Technischen Prüfanstalt (TPA). Zurück in Frankfurt vertiefte ich meine Kenntnisse in der Kalkulation, bevor ich auf die Baustelle “SEED” wechselte. Dort unterstützte ich die Bauleitung bei der Herstellung der Geothermiebohrungen, die Teil des Nachhaltigkeitskonzepts für den neuen Konzernstandort sind. Nach einer weiteren Station im Einkauf in Stuttgart begann schließlich der internationale Abschluss meines Traineeprogramms: mein Einsatz auf der Baustelle “ATC2 – Eglinton Crosstown West Extension” in Toronto. 

Was hat dich bei deinem Traineeprogramm besonders geprägt?

Besonders geprägt hat mich am Traineeprogramm das umfassende Verständnis für die Arbeitsweise der unterschiedlichen Abteilungen. Heute arbeite ich täglich mit vielen dieser Bereiche zusammen und profitiere enorm davon, ihre Prozesse, Herausforderungen und Schnittstellen bereits kennengelernt zu haben. Darüber hinaus durfte ich in diesen 15 Monaten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Dieses Netzwerk ist sehr wertvoll, denn ich weiß nun bei Fragen oder Abstimmungen genau, an wen ich mich wenden kann. Auch fachlich hat mich das Programm weitergebracht. Der sichere Umgang mit verschiedenen Programmen und Tools erleichtert mir heute die Zusammenarbeit und ermöglicht es mir, sowohl andere als auch mich selbst zu unterstützen. 

  • Diese Vielfalt an Einblicken, Erfahrungen und Kontakten macht das Traineeprogramm für mich so besonders und zu einer Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

    Anne
    ehemalige Trainee

Wo warst du während deines Auslandseinsatzes? 

Ich habe die letzten drei Monate meines Traineeprogramms auf der Baustelle “ATC2 – Eglinton Crosstown West Extension” in Toronto, Kanada, verbracht. Das Projekt liegt etwa 10 km nordwestlich von Downtown Toronto. Dort werden zwei parallele Tunnelröhren von jeweils rund 500 Metern Länge in der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NÖT) vorangetrieben. Die Dimensionen unterscheiden sich deutlich von den Spezialtiefbaubaustellen, die ich bisher kennengelernt hatte und es war unglaublich spannend, den aktiven Tunnelvortrieb hautnah mitzuerleben. Während meiner Zeit vor Ort wurde am gegenüberliegenden Ende der Zielschacht mithilfe überschnittener Bohrpfähle hergestellt. Dies hat mir die Schnittstellen zwischen Spezialtiefbau und Tunnelbau noch einmal ganz klar vor Augen geführt.

Welcher Eindruck aus deiner Zeit im Ausland ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das internationale Team auf der Baustelle. Es war sehr interessant, die bisherigen Werdegänge der Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, von denen viele bereits in unterschiedlichen Ländern für STRABAG tätig waren. Das hat mir noch einmal gezeigt, wie vielseitig die Möglichkeiten innerhalb des Konzerns sind. Da die meisten Teammitglieder nicht aus Toronto stammten, war die Motivation hoch, auch nach der Arbeit gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen. Das hat die Stimmung im Team nachhaltig positiv geprägt. Ein besonderes Highlight war das 20-jährige Jubiläum von STRABAG Kanada, das während meiner Zeit dort auf einer Farm etwas außerhalb von Toronto gefeiert wurde. Bei kanadisch geprägten Aktivitäten wie Bogenschießen oder Axtwerfen hatte man die Gelegenheit, auch Kolleginnen und Kollegen außerhalb der “ATC2”-Baustelle kennenzulernen.

Inwiefern unterschieden sich deine Traineetätigkeiten in Deutschland von denen im Auslandseinsatz?

In Toronto war ich hauptsächlich im Planungsmanagement tätig. Diese Abteilung war bisher kein Bestandteil des Traineeprogramms, sodass sich meine Aufgaben nur bedingt mit den Tätigkeiten in Deutschland vergleichen lassen. Zudem war es meine erste Tunnelbaustelle, was den neuen Aufgabenbereich zusätzlich besonders spannend und lehrreich gemacht hat. Sehr interessant war für mich, die Unterschiede in den Regularien im Hinblick auf Genehmigungsprozesse, Zuständigkeiten und projektspezifische Anforderungen eines anderen Landes kennenzulernen.

  • Trotz dieser Unterschiede habe ich sowohl in Kanada als auch in Deutschland bei Fragen jederzeit sehr viel Unterstützung erfahren und mich stets gut aufgehoben gefühlt.

    Anne
    ehemalige Trainee

Wie hast du deine Freizeit während deines Auslandseinsatzes gestaltet?

Sport spielt in Toronto eine große Rolle und da viele Sportplätze frei zugänglich sind, haben wir nach der Arbeit und am Wochenende regelmäßig Tennis gespielt. Glücklicherweise waren wir zeitgleich mehrere Trainees auf der Baustelle, sodass sich immer jemand für gemeinsame Aktivitäten gefunden hat. Ein weiteres Highlight war der Besuch eines NHL-Eishockeyspiels der Toronto Maple Leafs. Meine Wochenenden habe ich genutzt, um möglichst viel vom Land zu entdecken. Da ich gerne Zeit in der Natur verbringe, standen neben den Niagara-Fällen auch zahlreiche Nationalparks wie der Algonquin Park nördlich von Toronto auf dem Programm. Toronto selbst ist eine sehr multikulturelle Stadt. Neben kanadischen Spezialitäten wie Poutine und Ahornsirup gibt es hier kulinarisch fast alles zu entdecken, was meine Zeit dort zusätzlich bereichert hat.

Wie ging es nach Abschluss des Traineeprogramms für dich weiter?

Nach Abschluss meines Traineeprogramms hatte ich die Möglichkeit, mich zwischen einer Position in der Bauleitung und einer Tätigkeit im Innendienst zu entscheiden. Genau an diesem Punkt hat sich das Traineeprogramm für mich besonders ausgezahlt. Durch die vielfältigen Stationen und Einblicke konnte ich herausfinden, welcher Bereich am besten zu meinen Stärken und Interessen passt. Während dieser 15 Monate habe ich gemerkt, dass mir die Kalkulation besonders liegt und für mich den idealen Einstieg darstellt. Dort konnte ich direkt eigene Projekte übernehmen. Mit dieser Entscheidung bin ich bis heute sehr zufrieden.

Wem würdest du das Traineeprogramm empfehlen?

  • Das Traineeprogramm ist meiner Meinung nach der ideale Einstieg sowohl für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger als auch für alle, die vielseitige Einblicke in unterschiedliche Unternehmensbereiche gewinnen möchten.

    Anne
    ehemalige Trainee

Gerade zu Beginn der Karriere hilft es enorm, verschiedene Abteilungen, Prozesse und Schnittstellen kennenzulernen, um ein ganzheitliches Verständnis für Projekte und Abläufe zu entwickeln. Das Programm bietet außerdem die Möglichkeit, ein starkes internes Netzwerk aufzubauen und herauszufinden, welcher Bereich am besten zu einem selbst passt.

Was bedeutet ‚Work On Progress‘ für dich?

Für mich bedeutet ‚Work on Progress‘, mich sowohl beruflich als auch persönlich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Es ist ein fortlaufender Prozess, bei dem man ständig lernt, wächst und seine Fähigkeiten ausbaut. Fortschritt entsteht meiner Meinung nach dann, wenn man neugierig bleibt, sich neuen Themen öffnet und bereit ist, Herausforderungen anzunehmen. Das Traineeprogramm war mit seinen vielen Stationen, neuen Begegnungen und vielfältigen Eindrücken genau eine solche Herausforderung, an der ich wachsen konnte. Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht und sehr dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben. 

Danke, dass du deine Erfahrungen während des Traineeprogramm mit uns geteilt hast, liebe Anne. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!