Einstieg mit Weitblick: Philipp ist Bauleiter beim Projekt “MesseCity Köln Ost 2”.
Wie bist du Bauleiter geworden?
Während meines Bachelorstudiums im Bereich Bauingenieurwesen an der FH Aachen habe ich bereits als Werkstudent in der Planung und Bauleitung bei einem Ingenieurbüro gearbeitet. 2020 bin ich dann als Werkstudent in die Bauleitung bei ZÜBLIN in Köln gewechselt. Zunächst war ich im Projekt „Neubau Gymnasium Zusestraße“ eingesetzt, ab Juli 2022 dann im Projekt „MesseCity Köln Ost 1“.
Nach dem Abschluss meines Masterstudiums bin ich im Februar 2023 als Bauleiter beim Projekt “MesseCity Köln Ost 2” eingestiegen. Zunächst habe ich den Rohbau betreut, inzwischen liegt der Ausbau in meinem Verantwortungsbereich.
Wie sieht dein Alltag als Bauleiter aus?
Mein Aufgabenfeld ist sehr vielseitig: Ich steuere und koordiniere täglich zahlreiche Gewerke sowohl im Ausbau (z. B. Hohlraum-/Doppelboden, Fliesenarbeiten, Teppicharbeiten, Bodenbeschichtung) als auch im Bereich der Außenanlagen (z. B. Dachdeckerarbeiten, Garten- und Landschaftsbau, Abdichtung).
Dabei prüfe ich kontinuierlich Qualität und Ausführung, behalte Kosten und Budget im Blick und vergleiche fortlaufend den Terminplan mit dem tatsächlichen Baufortschritt, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Als ich Anfang 2023 in das Projekt eingestiegen bin, habe ich zunächst das Gewerk Bewehrung inklusive der Spannstahlarbeiten verantwortet und parallel die Fertigteildisposition verschiedener Hersteller organisiert. Im weiteren Projektverlauf sind zahlreiche weitere Gewerke hinzugekommen – von Außenanlagen über Abdichtung und Schlosserarbeiten bis hin zu Bodenbeschichtungen, Estrich, Hohlraum- und Doppelboden, Trockenbau oder Vermessung.
Was wird genau gebaut?
Mit der MesseCity Köln Ost 2 entsteht ein Bürogebäude, das später von der Stadt Köln genutzt wird. Das Gebäude umfasst rund 29.800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Darüber hinaus erfüllt das Projekt hohe energetische und ökologische Standards, erhält eine DGNB-Gold-Zertifizierung und wird nach KfW‑40 gefördert. Eine PV‑Anlage sowie die durch ZÜBLIN organisierte Logistik im Nutzerausbau runden die Besonderheiten des Projekts ab.
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ZÜBLIN -
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Was ist die größte Herausforderung bei deinem aktuellen Projekt?
Die wohl größte Herausforderung ist die saubere Trennung zwischen Grundausbau und Nutzerausbau. Jede Leistung muss eindeutig zugeordnet werden, was im Alltag ein hohes Maß an Struktur und Abstimmung erfordert. Parallel zum Fortschritt im Nutzerausbau müssen zudem sämtliche Mängel aus dem Grundausbau Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Diese Parallelität macht das Projekt besonders anspruchsvoll.
Was ist dir bei der Zusammenarbeit im Team besonders wichtig?
Mir ist vor allem wichtig, offen und ehrlich miteinander zu kommunizieren. Ein respektvoller Umgang bildet dabei die Basis. Gleichzeitig sollte bei aller Konzentration auf Termine und Qualität auch Platz für Humor und Leichtigkeit bleiben – das stärkt das Team und macht die Zusammenarbeit effizienter und angenehmer.
Welche Skills braucht es besonders in deinem Job?
Lösungsorientiertes und strukturiertes Arbeiten ist die Grundvoraussetzung, da man ansonsten leicht den Überblick verlieren kann. In vielen Situationen hilft es auch, erst einmal die Ruhe zu bewahren und keine übereilten Entscheidungen zu treffen.
Hinzu kommt ein gewisses Maß an Social Skills, denn Konfliktsituationen gehören auf einer Baustelle dazu. Ein respektvoller, sachlicher Umgang miteinander ist daher entscheidend, um langfristig erfolgreich und konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Danke für die spannenden Einblicke, die du mit uns geteilt hast. Wir wünschen dir und dem Projektteam weiterhin viel Erfolg!