Verantwortung übernehmen, weiterlernen, mitgestalten: Jasmins Karriereweg bei ZÜBLIN.

20.10.2026
Wie entsteht aus einem Studium eine erfolgreiche Karriere bei ZÜBLIN? Jasmin berichtet von ihrem Weg vom dualen Studium in die Bauleitung, von wertvollen Praxiserfahrungen, spannenden Bestandsprojekten und ihrem berufsbegleitenden Master. Ein Interview über persönliche Entwicklung, Verantwortung und die Chancen, die die Baubranche bietet.
Mitarbeiterin in PSA auf einer Baustelle ZÜBLIN
ZÜBLIN

Stell dich doch kurz vor: Wer bist du und was machst du bei ZÜBLIN?

Ich bin Jasmin, 25 Jahre alt und Bauleiterin bei ZÜBLIN in der Direktion Stuttgart. Mein aktueller Schwerpunkt liegt im Bauen im Bestand. Besonders spannend finde ich dabei, mich mit vorhandenen Gebäudestrukturen auseinanderzusetzen und ihre Weiterentwicklung auf der Baustelle zu begleiten.

Du hast bereits dein duales Studium bei ZÜBLIN absolviert. Warum hast du dich damals für diesen Weg entschieden?

  • Ich wollte früh verstehen, wie aus einer Planung ein Bauwerk entsteht. Das duale Studium bot mir die Möglichkeit, theoretisches Wissen unmittelbar mit der Praxis zu verknüpfen.

    Jasmin
    Bauleiterin

So konnte ich bereits während des Studiums Baustellenerfahrung sammeln und nachvollziehen, wie technische Zusammenhänge unter realen Projektbedingungen ineinandergreifen.

Was hat dir am dualen Studium besonders gefallen und welche Erfahrungen haben dich in dieser Zeit geprägt?

Besonders wertvoll war für mich, in den Praxisphasen direkt auf der Baustelle mitzuarbeiten und bereits Verantwortung übernehmen zu dürfen. Prägend war vor allem mein knapp halbjähriger Einsatz beim Projekt Steinbeis-Haus in Berlin. Durch die längere Zeit vor Ort konnte ich zusammenhängende Bauphasen begleiten und besser verstehen, wie einzelne Abläufe aufeinander aufbauen.

Jasmin auf der Baustelle in Berlin ZÜBLIN

Der direkte Austausch mit der Bauherrschaft und den Nachunternehmen hat mir zunehmend Sicherheit gegeben und mein Selbstbewusstsein gestärkt. Auch persönlich war diese Zeit ein wichtiger Entwicklungsschritt: In einer neuen Stadt anzukommen, mich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und selbstständiger zu werden hat mich persönlich weitergebracht.

Nach deinem dualen Studium bist du ZÜBLIN treu geblieben und als Bauleiterin gestartet. Was hat dich überzeugt, deinen Karriereweg hier weiterzugehen?

Ich kannte die Menschen, die Abläufe und die Zusammenarbeit bereits aus dem Studium. Vor allem wusste ich, dass ich auf den Rückhalt im Team zählen kann. Das war eine gute Grundlage, um den nächsten Schritt zu gehen und als Bauleiterin Verantwortung zu übernehmen. Hinzu kamen anspruchsvolle Projekte und die Aussicht, mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.

An welchem Projekt arbeitest du aktuell? Was macht dieses Projekt besonders spannend oder einzigartig?

Zuletzt war ich bei einem Bauen im Bestand Projekt für die Entkernung eines Bestandsgebäudes verantwortlich. Das Gebäude soll künftig gewerblich und als Büro genutzt werden, unter anderem mit einem Fitnessstudio, einem Lebensmittelmarkt und einer Drogerie.

Das Besondere am Bauen im Bestand ist, dass man nie genau weiß, was einen hinter der nächsten Wand erwartet. Das verlangt Flexibilität, eine enge Abstimmung mit der Tragwerks- und Abbruchplanung und tragfähige Lösungen für die jeweilige Situation vor Ort. Genau diese Verbindung aus technischem Verständnis und unmittelbarem Handeln macht die Aufgabe für mich spannend.

Besonders war außerdem, dass wir parallel zur Entkernung bereits die Planung und Kalkulation des anschließenden Hauptprojekts begleiten konnten. Damit war die Bauleitung schon in einer frühen Phase eingebunden und konnte ihre Ausführungsperspektive einbringen. Für mich eröffnete das einen Einblick in übergeordnete Aufgaben der Projektleitung und in Entscheidungen, die ein Bauvorhaben bereits vor Beginn der Hauptbaumaßnahme prägen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Bauleiterin aus?

Der Tag beginnt häufig mit einem Baustellenrundgang und einer kurzen Abstimmung mit dem Polier und den Nachunternehmen. Anschließend stehen beispielsweise Gespräche mit den Planungsbeteiligten oder der Bauherrschaft, Termin- und Kostenkontrolle sowie Aufmaß und Abrechnung an.

Gleichzeitig entstehen im laufenden Baustellenbetrieb immer wieder Fragen, die kurzfristig geklärt werden müssen. Der Alltag verlangt deshalb eine gute Struktur und die Fähigkeit, bei Bedarf schnell umzudisponieren. 

  • Die Mischung aus vorausschauender Organisation und direkter Problemlösung macht den Beruf für mich aus.

    Jasmin
    Bauleiterin

Welche Fähigkeiten sind aus deiner Sicht besonders wichtig, um als Bauleiterin erfolgreich zu sein?

Kommunikationsstärke ist für mich zentral. In der Bauleitung müssen wir unterschiedliche Beteiligte zusammenbringen, Erwartungen klären und Entscheidungen verständlich vermitteln. Dazu gehören auch Durchsetzungsvermögen und ein gutes Organisationstalent.

Ebenso wichtig ist der Mut, Entscheidungen zu treffen und mit unvollständigen Informationen verantwortungsvoll umzugehen. Und es hilft, gelassen zu bleiben: Wenn Abläufe anders verlaufen als geplant, braucht es einen klaren Kopf, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Während deiner Tätigkeit als Bauleiterin hast du dich für einen berufsbegleitenden Master entschieden. Was hat dich zu diesem Schritt motiviert?

Nach meinem ersten Jahr in der Bauleitung wurde mir klar, wie stark der Projekterfolg von guter Organisation und klarer Kommunikation abhängt. Technisches Fachwissen bildet die Grundlage. Ebenso entscheidend ist es, die verschiedenen Projektbeteiligten zusammenzubringen und ihre Zusammenarbeit zu koordinieren.

Mit dem berufsbegleitenden Master Projektmanagement (Bau) an der SRH Heidelberg wollte ich diese Kompetenzen gezielt vertiefen. Besonders wichtig war mir, im Berufsalltag zu bleiben und das Gelernte unmittelbar mit meinen Erfahrungen auf der Baustelle verbinden zu können.

Mitarbeiterin in PSA auf der Baustelle ZÜBLIN

Wie hast du den Spagat zwischen Vollzeitjob auf der Baustelle und Studium gemeistert? Welche Herausforderungen gab es und wie hat dich ZÜBLIN dabei unterstützt?

Das war anspruchsvoll, insbesondere dann, wenn intensive Bauphasen mit Prüfungen oder Abgabeterminen zusammenfielen. Die größte Herausforderung bestand darin, meine Zeit realistisch zu planen und klare Prioritäten zu setzen.
Geholfen haben mir eine strukturierte Arbeitsweise und der Rückhalt meines Teams bei ZÜBLIN. Kolleginnen und Kollegen, die mir den Rücken freigehalten haben, waren in dieser Zeit besonders wichtig.

Würdest du den Weg eines berufsbegleitenden Studiums weiterempfehlen? Warum?

Ich würde diesen Weg allen empfehlen, die sich gezielt weiterentwickeln möchten und bereit sind, dafür über einen längeren Zeitraum zusätzliche Zeit und Energie zu investieren. Man sollte sich bewusst machen, dass ein solches Studium Disziplin verlangt und phasenweise zulasten der Freizeit geht.

Der größte Mehrwert liegt für mich im direkten Austausch zwischen Studium und Berufspraxis. Im Master haben wir zahlreiche Projektbeispiele in Gruppen bearbeitet und dabei etwa Organisations- und Kommunikationsmanagement konkret angewendet. Vieles konnte ich unmittelbar in meinen Baustellenalltag übertragen. Gleichzeitig habe ich eigene Praxiserfahrungen in die Lehrveranstaltungen eingebracht. Dadurch wurden die Inhalte für mich besonders greifbar.

Was würdest du jungen Frauen raten, die über eine Karriere in der Baubranche nachdenken?

  • Traut euch, diesen Weg zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Die Baubranche bietet vielseitige Aufgaben und die besondere Erfahrung, das Ergebnis der eigenen Arbeit unmittelbar sehen zu können

    Jasmin
    Bauleiterin

Mein Rat ist, früh Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und die eigene Sichtweise einzubringen. Man muss zum Berufseinstieg noch nicht auf alles eine Antwort haben. Entscheidend ist, offen zu bleiben, dazuzulernen und sich neue Aufgaben zuzutrauen.

Was bedeutet #workonprogress für dich ganz persönlich?

Für mich bedeutet #workonprogress, die eigene Entwicklung aktiv zu gestalten. Jedes Projekt bringt neue Aufgaben mit sich, an denen ich fachlich und persönlich wachse. Mein Weg vom dualen Studium über den Einstieg in die Bauleitung bis zum Master steht genau dafür. Mit jeder Erfahrung wächst mein Verständnis für das Bauen und dafür, wie ich selbst Verantwortung übernehmen und Projekte mitgestalten kann.

Vielen Dank für das interessante Interview, liebe Jasmin! Wir wünschen dir auf deinem weiteren Weg bei ZÜBLIN viel Erfolg.