Ein Blick hinter die Fassade des Hochhausprojekts “DÜXX” mit Gesamtprojektleiter Stefan.

26.2.2026
Gestartet als Werkstudent, verantwortet Stefan inzwischen als Gesamtprojektleiter das Hochhausprojekt “DÜXX” in Köln. Ein Gespräch über Nachhaltigkeitsstandards, die LEAN-Methode und seinen persönlichen Karriereweg.
Junger Mann in Arbeitsschutzkleidung vor einer weißen Wand Sven Hartmann / ZÜBLIN
Sven Hartmann / ZÜBLIN

Wie bist du Projektleiter geworden? 

Bereits als Werkstudent konnte ich erste praktische Erfahrungen auf einer ZÜBLIN-Baustelle sammeln. Nach meinem Masterstudium im Bauingenieurwesen folgte 2016 der Einstieg als technischer Trainee.

Im Anschluss bin ich in das Projektgeschäft als Bauleiter eingestiegen und habe die Basis für mein Verständnis der operativen Abläufe gelegt. Nach einer Phase in der Angebotsbearbeitung bin ich für das Gesamtprojekt „MATTES & DÜXX“ zurück auf die Baustelle gewechselt. Im ersten Bauabschnitt „MATTES“ habe ich zunächst eine Schnittstellenfunktion zwischen Bau- und Projektleitung übernommen. Beim aktuellen zweiten Bauabschnitt „DÜXX“ verantworte ich nun die Gesamtprojektleitung.

Mitarbeiter sitzt an seinem Schreibtisch im Baucontainer ZÜBLIN

Wie sieht dein Alltag als Projektleiter aus?

Vielseitig und sehr abwechslungsreich. Mein Alltag bewegt sich zwischen Abstimmungsterminen im Projektteam, Gesprächen mit Partnerfirmen, Fachplaner:innen, der Bauherrschaft und Behörden sowie Verhandlungen und Vergaben.

Ein großer Teil meiner Arbeit findet am Schreibtisch oder im Besprechungsraum statt. Gleichzeitig sorgt das Baustellengeschehen jedoch dafür, dass man regelmäßig draußen vor Ort ist und die Dinge direkt im Projekt erlebt.

Was ist die größte Herausforderung beim Projekt „DÜXX“?

Wir befinden uns im Hochhausbau, was eine sehr hohe Dichte an Gewerken bedeutet, sowohl übereinander als auch nebeneinander, oft zur gleichen Zeit.
Ein Beispiel: Während ganz oben gerade die Decke betoniert wird, laufen in den Geschossen darunter bereits die Fenstermontage, Innenputzarbeiten, der Trockenbau, und die Installation der technischen Gebäudeausrüstung.

Hinzu kommen viele unterschiedliche Interessen aller Beteiligten, hohe terminliche Abhängigkeiten und aufgrund der innerstädtischen Lage sehr begrenzte Platzverhältnisse. Das erfordert einen klaren Plan, vorausschauendes Handeln, gezielte Abstimmungen, klare Verantwortlichkeiten und ein starkes Team.
Entsprechend umfasst unser Projektteam rund 20 Kolleginnen und Kollegen. 

Was ist dir bei der Zusammenarbeit im Team besonders wichtig?

Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind für mich die Grundlage der Zusammenarbeit. Dazu gehört selbstverständlich, offen Feedback zu geben und konstruktive Kritik anzunehmen. Mir ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen und den Mut zu haben, Entscheidungen zu treffen, wenn es die Situation erfordert. 

Herausforderungen gehören dazu und müssen aktiv angenommen werden. Genauso wichtig ist mir, dass wir unsere Erfolge gemeinsam feiern und uns die Freude an der Arbeit im Projekt bewahren.

  • Herausforderungen gehören dazu und müssen aktiv angenommen werden. Genauso wichtig ist mir, dass wir unsere Erfolge gemeinsam feiern und uns die Freude an der Arbeit im Projekt bewahren

    Stefan
    Gesamtprojektleiter DÜXX
  • Prozesse kontinuierlich zu hinterfragen, zu vereinfachen und effizient zu gestalten, sorgt aus meiner Sicht für Ordnung und Stabilität im Projektalltag.

    Stefan
    Gesamtprojektleiter DÜXX

Welche Skills braucht es besonders in deinem Job?

Neben dem technischen Verständnis sind Organisation, Entscheidungsfähigkeit und Kommunikationsstärke für mich entscheidend. Man muss den Überblick behalten, Prioritäten setzen, unterschiedliche Interessen zusammenführen und auch unter Druck sachlich und lösungsorientiert bleiben. Mindestens genauso wichtig sind Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und ein gutes Gespür für Menschen.

Was sind die Besonderheiten bei deinem aktuellen Projekt?

Das „DÜXX“ ist eine DGNB-zertifizierte nachhaltige Baustelle. Bereits während des Bauprozesses setzen wir hohe Nachhaltigkeitsstandards um.

Im Fokus steht unter anderem die Ressourceneffizienz, die Einhaltung ökologischer Standards sowie die soziale Verantwortung, insbesondere im Umgang mit Anwohner:innen und angrenzenden Nutzungen. Unterstützt werden wir dabei von konzerninternen Einheiten, die uns beratend begleiten und die Auditierung übernehmen.

Was habt ihr in Bezug auf 5S umgesetzt? Worauf seid ihr besonders stolz?

Die 5S-Prinzipien – Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin – begleiten uns seit dem ersten Tag auf der Baustelle und sind für jeden sofort sichtbar. Von der Organisation der Baustelleneinrichtungsflächen (BE-Flächen) über klar markierte Flucht- und Laufwege bis hin zu den Entsorgungsstationen auf den Etagen.

Ebenso wichtig ist für uns auch die hohe Akzeptanz der 5S-Methodik bei den Parnterfirmen. Vorgaben kann man machen, die Umsetzung lebt aber von den Menschen auf der Baustelle.

Werden auch STRABAG-Einheiten einziehen?

Nein. Anders als beim Projekt MATTES wurde die gesamte Fläche fremd vermietet. Schade eigentlich, der Domblick in den oberen Etagen ist nämlich schon was Besonderes. 

Danke für die interessanten Einblicke in deinen Arbeitsalltag. Wir wünschen dir und deinen Kolleg:innen weiterhin viel Erfolg!