Trainee around the world: Filips Einsatz in Kanada.

20.1.2026
Von München nach Toronto: Filip hat sein kaufmännisches Traineeprogramm im Ingenieur- und Infrastrukturbau absolviert. In 13 Monaten hat er insgesamt neun Stationen durchlaufen. Dabei hat er nicht nur jede Menge Fachwissen gesammelt, sondern auch sein eigenes Netzwerk im Konzern aufgebaut. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen – inklusive Auslandsaufenthalt in Toronto – und verrät, wie es nach dem Traineeprogramm für ihn weiterging.
Junger Mann steht am Flussufer, im Hintergrund die Skyline von Toronto privat
privat

Warum hast du dich für das Traineeprogramm bei ZÜBLIN entschieden? 

Nach meinem BWL-Master war mir klar, dass ich ein Traineeprogramm machen möchte, um erstmal verschiedene Bereiche kennenzulernen. Ein Vorteil war in meinen Augen auch die Möglichkeit, herauszufinden, welche Themen mir besonders Spaß machen. Die Chance, im Ingenieur- und Infrastrukturbau mitzuwirken, hat meine Entscheidung für eine Bewerbung als Trainee bei ZÜBLIN leicht gemacht – gerade, weil Infrastrukturprojekte aktuell so relevant sind.

Wie lief dein Traineeprogramm ab?

Mein kaufmännisches Traineeprogramm dauerte insgesamt 13 Monate und umfasste neun Stationen – darunter auch zwei Baustelleneinsätze sowie ein Auslandsaufenthalt. Nach einer kurzen Einführungsphase in meiner Direktion ging es direkt mit meinem ersten Baustelleneinsatz in München los. Dabei konnte ich die Arbeit der Projektkaufleute besser kennenlernen. Für mich war es besonders spannend, das erste Mal direkt auf einer Baustelle zu arbeiten, da ich damit bisher kaum Berührungspunkte hatte. Anschließend habe ich verschiedene Fachabteilungen durchlaufen, wie zum Beispiel Beschaffung, Controlling, People & Culture und Rechnungswesen. So hatte ich die Möglichkeit, die vor- und nachgelagerten Prozesse besser zu verstehen und die Ansprechpartner:innen in den Fachbereichen persönlich kennenzulernen. 

  • Während des Programms muss man sich immer wieder auf neue Themen- und Aufgabenfelder einlassen und kommt in kurzer Zeit mit vielen unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Dadurch wird man offener und flexibler und lernt, sich schnell an neue Situationen anzupassen und in unbekannte Inhalte einzuarbeiten.

    Filip
    ehemaliger Trainee

Ein Highlight des Programms war für mich definitiv der abschließende Auslandseinsatz in Toronto, bei dem ich alles, was ich im Laufe des Programms mitgenommen hatte, nochmal in einem ganz neuen Umfeld anwenden und vertiefen konnte.

In welchem Projekt warst du in Toronto eingesetzt und was waren deine Aufgaben?

Während meiner Zeit in Kanada war im Projekt „Advance Tunnel of the Scarborough Subway Extension” (ATSSE) in Toronto eingesetzt. ATSSE ist ein Projekt, das dazu beitragen soll, den öffentlichen Nahverkehr in Toronto zu verbessern. Die bestehende U-Bahn-Linie 2 soll um rund sieben Kilometer bis nach Scarborough, einem Außenbezirk von Toronto, erweitert werden. Der STRABAG Tunnelbau ist dabei für den Tunnelvortrieb verantwortlich, bei dem eine Tunnelbohrmaschine (TBM) mit einem Durchmesser von 11,9 Metern zum Einsatz kommt.

Mein Einsatz war in zwei Teile gegliedert. Die erste Hälfte habe ich auf der Baustelle am „Launch Shaft“ der TBM verbracht. Hier habe ich in erster Linie das Beschaffungsteam bei den täglichen Aufgaben unterstützt und konnte zusätzlich beim Thema Bestandsmanagement mithelfen. Die Nähe zur Baustelle hat mir ermöglicht, das Projekt und den Tunnelbau aus erster Hand kennenzulernen.

Die zweite Hälfte habe ich im Büro, in der Nähe der Baustelle, verbracht. Dort waren die projektspezifischen kaufmännischen und administrativen Abteilungen untergebracht. So hatte ich die Möglichkeit, die Umsetzung klassischer kaufmännischer Aufgaben, beispielsweise die Vorbereitung des Monatsabschlusses, mitzuerleben. Außerdem konnte ich auch hier bei einigen Sonderaufgaben unterstützen, was mir neue Eindrücke in Themen wie das Projektcontrolling gegeben hat.

Inwiefern haben sich deine Traineetätigkeiten in Deutschland von denen im Auslandseinsatz unterschieden?

Viele Abläufe ähneln inhaltlich den Tätigkeiten in Deutschland. Teilweise ist die Umsetzung dann aber etwas anders, beispielsweise weil andere Systeme verwendet werden. Das war interessant, da ich die Möglichkeit hatte, bekannte Inhalte und Erfahrungen in einem neuen Umfeld anzuwenden. Viele Themen waren für mich aber auch komplett neu, schon allein deshalb, weil ich zum ersten Mal auf einem Tunnelbauprojekt eingesetzt war.

  • Ein großer Unterschied im Vergleich zum bisherigen Programm war die Arbeit im internationalen Projektteam. Die Kollegen und Kolleginnen waren alle sehr hilfsbereit und offen, was es mir sehr leicht gemacht hat, mich ins Team zu integrieren.

    Filip
    ehemaliger Trainee

Welcher Eindruck aus deiner Zeit in Kanada ist dir besonders in Erinnerung geblieben? 

Der erste Besuch im Tunnel ist mir definitiv im Kopf geblieben. Besonders die Dimension des Tunnels und die Komplexität der TBM haben mich sehr beeindruckt. Man fährt zwar regelmäßig mit der U-Bahn, aber macht sich selten bewusst, welcher Aufwand hinter so einem Bauprojekt steckt. Das Ganze bei der Entstehung mitzuerleben, war wirklich spannend.

Auch abseits des Projekts hatte Toronto definitiv einiges zu bieten. Ein Highlight war für mich, ein Basketballspiel der Toronto Raptors zu besuchen. Ein NBA-Spiel live mitzuerleben hat auf jeden Fall Eindruck hinterlassen.

Wie hast du deine Freizeit in Kanada gestaltet?

Toronto ist eine großartige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten. Ich hatte das Glück, dass ein paar weitere Trainees zur gleichen Zeit wie ich in Projekten in Toronto eingesetzt waren. Wir haben vor allem die Wochenenden genutzt, um die Stadt zu erkunden und waren unter anderem bei verschiedenen Sportveranstaltungen, Konzerten, in Restaurants und Bars oder in Museen unterwegs. Außerdem haben wir viele Kurztrips in andere Städte in Ontario und Québec unternommen, zum Beispiel nach Ottawa und Montréal.

Rund um die Stadt gibt es viel Natur, was besonders in den wärmeren Monaten richtig Spaß macht. Viele der Nationalparks sind auch gut für einen Tagesausflug erreichbar und bieten eine schöne Abwechslung zur Stadt.

Warum lohnt es sich aus deiner Sicht, ein Traineeprogramm bei ZÜBLIN zu machen?

Durch den Einsatz in verschiedenen Stationen gewinnt man ein ganzheitlicheres Verständnis für das Unternehmen und merkt, wie die einzelnen Prozesse zusammenhängen. Dieses Wissen hilft mir auch enorm in meinem jetzigen Job als Projektkaufmann. 

  • Das Traineeprogramm war für mich der perfekte Einstieg bei ZÜBLIN und in die Baubranche. In kurzer Zeit erhält man viel praxisnahes Wissen, das man direkt anwenden kann.

    Filip
    ehemaliger Trainee

Man bekommt außerdem nicht nur Einblicke in die kaufmännischen Abläufe, sondern lernt durch die Baustelleneinsätze auch viel über das Bauen im Allgemeinen. Was ich besonders schätze, ist, dass ich viele Kolleginnen und Kollegen kennenlernen durfte, die sich auch jetzt noch Zeit nehmen, um mich bei Fragen zu unterstützen.

Was bedeutet ‚Work On Progress‘ für dich?

‚Work On Progress‘ bedeutet für mich, kontinuierlich daran zu arbeiten, mit dem Fortschritt mitzugehen – vor allem, wenn man an aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung denkt. Gerade für den Ingenieur- und Infrastrukturbau halte ich einen progressiven und zukunftsorientierten Denkansatz für sehr wertvoll.

Wie ging es nach Abschluss deines Traineeprogramms für dich weiter?

Nach dem Traineeprogramm habe ich als Projektkaufmann in der Direktion Ingenieur- und Infrastrukturbau in München begonnen. Aktuell unterstütze ich sowohl bei Bestandsprojekten als auch bei Akquiseprojekten.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke, lieber Filip. Wir wünschen dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!